Sternenglanz

Bei uns gibz kein Gold mehr, aber auch bei uns ist ein Märchen zu Gast im Garten:

Am 1. Advent haben wir mit vereinten Kräften 18 funkelnde Sterne in den Kirschenbaum gehängt. Und in der Nacht hat ein Sturm mit aller Macht und vollen Windbacken versucht sie wieder rauszupusten. Aber wir waren schlau und haben die Aufhängungen gescheit rundgebogen, so liegt jetzt zwar ein Stern in der Astgabel am Stamm und ein anderer funkelt aus einem Bett aus feinen Zweigen und ruht sich dort vom drillern aus – aber keiner ist abgestürzt.

Ab jetzt kann ich ruhig schlafen, auch wenn es stürmt – die haben sich fest verheddert im Baum.

Bild folgt

Oma brachte 7 Meter Leinenstoff nach Haus…

So ähnlich wie der Oma aus Gerhard Schönes Lied „Omas Nähkünste“ ging es mir mit meinem Spinnfaden: leider habe ich vergessen ihn vor dem Navahozwirnen zu messen.

Aber er war laaaaaaaaaaaaaaaang! Länger als sieben Meter. Ehrlich.

Dann war er kürzer – viel krzr.

Hm

Und dann wurde er noch krzr, weil er sich immer noch ringeln wollte, wie ein Schweineschwänzchen. Linksrum, wie das von Dreckjack, dem wildesten Schwein im wilden Westen.
Als alles rechtsrum drillern nichts half, habe ich den Ringelwurm noch einmal mit den Fingern gehäkelt. Nur verdrehen wollte er sich jetzt plötzlich nicht mehr… war wohl doch nicht so ganz aus dem wilden Westen..

Jetzt war das Ergebnis schon sehr überschaubar.

Noch einmal über die Zeigefinger verstrickt (so dicke Nadeln habe ich nicht)
und tadaa:

CIMG4221
Ein Bauchwärmer für eine Ratte…
vielleicht für die Tante der Maus? ( „Frosch und Maus“ aus „Kinderlieder aus aller Welt“ von Gerhard Schöne – hört halt mal kurz rein?!)

Ich könnte mir vorstellen, an diese 2 – in Worten ZWEI – Reihen Grobstrick eine etwas dünnere, leicht ins Schlammgrüne gehende Wolle anzustricken und so die ganze Mühe für einen Schal zu retten…
Ich lass das jetzt mal so liegen und installiere lieber endlich meine Küchenlampen – da sieht man schneller ein Ergebnis.

Es werde Licht.

ARIADNE oder Wohin einen so ein Spinnfaden führt

Eben wollte ich ein herzliches Danke für den schönen Spinnkurs hinterlassen,da tauchte plötzlich ein Gravatar auf – wo kam der bloß her? Habe ich sowas? Anscheinend! Aber ich habe ja auch einen Blog, der am Existenzminimum nagt. Jetzt habe ich ihn an Ariadnes Faden wiedergefunden…

Jedenfalls war ich heute und gestern in einem Spinnkurs von Kathrin, der Spinnerin hinter BacktoWheel.

Wer mich kennt, fragt sich: Braucht sie dafür wirklich noch einen Kurs? Vielleicht wäre ein Kurs zum Erlernen eines „erwachsenen“ Verhaltens sinnvoller gewesen? Vergesst es, niemals!!

Ich habe einiges über Märchen gelernt –  sie faszinieren mich nach wie vor:
Flachs kann beim Rotten goldfarben werden, siehe Rumpelstilzchen. (Beim Rotten lässt man die ausgerupften Stengel des Lein wortwörtlich etwas verrotten und verarbeitet sie erst dann weiter.)
Auch die Brennnesselhemden Der wilden Schwäne hat es wirklich gegeben und die Mühen der Schwester beim Stricken waren nur halb so grausam, wie ich immer annahm. Denn auch hier werden die Stengel vergleichbar dem Lein verarbeitet und sie brennt sich somit beim Stricken zumindest nicht mehr.
Baumwollspindeln stechen anscheinend die Finger wirklich blutig, lies nach bei Frau Holle und Dornröschen.
Auch die dicke Lippe, den schwieligen Daumen und den Plattfuß der drei Spinnerinnen am Schluß des Rumpelstilzmärchens kann es bei excessiven Flachsspinnen wirklich gegeben haben, allerdings nicht beim Wollespinnen. Dazu braucht man nämlich keine Spucke…

Neeeein, ich habe nicht, ich habe ja Wolle gequält!

Was ich gelernt habe? Den kurzen Auszug mit dem Ziel ein glattes (Hüstel) Garn herzustellen.

Ein Fädchen hatte ich schon gesponnen, ich dachte es wäre lang.
Dass es nicht gleichmäßig war, tja Wunsch und Wirklichkeit waren schon immer zweierlei, wenn man nicht im Märchen lebt. Aber dass es nach dem Navahozwirnen zu einem Dreifachgarn sooo kurz würde…Kenntnisse in angewandter Mathematik hätten mich vor dieser Enttäuschung bewahrt!Man teile die ursprüngliche Menge durch 3 und minimiere das Ergebnis, bedingt durch die Drehung umeinander, um den Einsprung. Dieser ist abhängig von der Stärke des Ausgangsfadens und des Dralls mit dem der Dreifachfaden gezwirnt ist... Hilfe, Herr Möller, können Sie mich hören?!
Also: man teile die ursprüngliche Länge durch 3 und minimiere das Ergebnis, bedingt durch die Drehung umeinander, um den Einsprung. Dieser ist abhängig von der Stärke des Ausgangsfadens und des Dralls mit dem der Dreifachfaden gezwirnt ist…Hilfe?
Mehr als zweimal um den Hals gelegt kam nicht heraus. Das ist grademal ein Loop für Nichtstricker!

Also werde ich jetzt schließen und mein Spindelchen aus dem Rad eines Teewägelchens und einem Pinselstiel tanzen lassen. Vielleicht taucht schnurr schnurr schnurr ein Rumpelstilzchen auf. Ein Neugeborenes gibt es hier nicht mehr, so müsste das relativ gefahrlos sein – meine frechen Racker holt sich auch Rumpelstilzchen nicht.

Dieser Spruch gilt wohl nur für's Nähen: Langes Fädchen - Faules Mädchen

Dieser Spruch gilt wohl nur für’s Nähen: Langes Fädchen – Faules Mädchen

Wer sie nachbauen will, bediene sich im Baumarkt:  1 Teewagenrad 1 Strichzieher Nr. 10 mit rundem Stiel  1 Schraubhäckchen Entferne die Niete aus dem Teewagenrad und schiebe den Pinselstiel in das Achsloch. Ob  du die Pinselhaare entfernst oder nicht, ist Geschmackssache.

Wer sie nachbauen will, bediene sich im Baumarkt:
1 Teewagenrad
1 Strichzieher Nr. 10 mit rundem Stiel
1 Schraubhäckchen
Entferne die Niete aus dem Teewagenrad und schiebe den Pinselstiel in das Achsloch. Ob du die Pinselhaare entfernst oder nicht, ist Geschmackssache.

Federzausel

Diese junge Amsel hat Susanne Haun ins Papier gesetzt. Ich bin zufällig in ihren Blog gestolpert und habe dort in Ihren Zeichnungen geschwelgt. Anders kann ich das gar nicht nennen.

Wer mehr von ihr sehen will, kann einfach auf die getuschte Amsel klicken…            viel Spaß!

Diese Amsel wurde letztes Jahr auf unserem Balkon großgezogen

Junge Amsel - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Und das war ein Federzausel auf meinem Balkon im letzten Jahr

Balkonpost

Blaumeisen stehen Schlange vor dem Vogelcafe

(pab) Sicheren Unterschlupf vor dem Frühlingsregen, so wird aus gesicherter Quelle berichtet, bietet ein  Vogelcafe im 1.Stock eines Mehrfamilienhauses in YX. Der Wirt berichtet von einem großem Andrang im Laufe des späten Vormittags. Die Gäste standen bis vor die Türe. Eine Blaumeise setzte sich gar vor Erschöpfung auf einen Zaunpfosten des Zwergengartens. Der Betreiber des Vogelcafes sucht deshalb dringend größere Räume und händeringend Kellnerinnen und Ober.

Caillou – für Kindergartenkinder

Zu den Hörspielen,  die ich mitsprechen kann, gehört Caillou.

Caillou ist ein 4jähriger Junge. Er hat einen Kater namens Gilbert und lebt mit seiner kleinen Schwester Rosie bei Mami und Papi.
In kurzen Episoden werden mit verteilten Rollen und angenehmen Stimmen Caillous Erlebnisse erzählt. Ob er beim Grillen mit Opa Sternschnuppen beobachtet, sein aussortiertes Spielzeug auf dem Flohmarkt verkauft oder beim Nachbarn Welpen besucht, immer sind es Geschichten, die 3-5 jährige Kinder auch selbst in ihrer Umgebung erleben können.
Dass Caillou in Kanada lebt, fällt dabei kaum auf, er könnte genauso der Nachbarsbub sein.

Angenehm zu hören und auch für „5-Minuten-Fahrten“ im Auto geeignet: die Geschichten sind kurz!

Für 3-5Jährige kann ich diese Serie, die es auch als DVD gibt nur empfehlen!!

Die folgenden Daten sind aus dem Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:

 

Mehrteiliges Werk Caillou. – München : Universum-Film
Teil 1., Sternschnuppen und weitere Geschichten
Erscheinungsjahr 2005
Umfang/Format 1 CD
Bestellnummer(n) 82876 71591 2

Amseln übers Jahr verteilt

Letzten Sommer brütete auf unserem Balkon ein Amselpärchen und zog 4 Jungvögel auf. Es war eine spannende Zeit und es entstanden viele Bilder. Alle zwei Tage machten wir ein Foto von den Nestlingen. Bei Gelegenheit werde ich mal einen eigenen Artikel dazu verfassen: Vom Ei zur Feder – oder so ähnlich… mal sehen.

Das Faszinierende dabei ist, dass wir „unsere Amseln“ noch meinen zu erkennen: sie sind um einiges zutraulicher und mutiger als die anderen, die vorallem in den letzten kalten Tagen das lila Vogelhaus auf dem Balkongeländer aufsuchten.                                                                                             Ob hinter der Fenstertüre ein Kind „klebt“ oder mit vollem Karacho darauf zuprescht, sogar wenn die Türe offensteht:  solange keiner auf den Balkon selbst geht, bleiben diese beiden Amseln seelenruhig am Futterplatz. Ein kurzer Blick ins Zimmer und das war’s.

„Fremde“ Amseln trauen sich in einem solchen Fall noch nicht mal den Kopf zum Futter hinzustrecken.

Ob sie wohl diesen Sommer wieder bei uns brüten  im Geranientopf? Ich werde ihn auf jeden Fall an den alten Platz stellen…